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Nikolskaya-Turm

Artikel von russland-info.tk

Ein weiterer ungewöhnlicher Turm des Kremls ist der 70 Meter hohe Nikolskaya-Turm (Nikolausturm), welcher nach dem heiligen Nikolaus von Myra benannt wurde. Dies hat seinen Ursprung darin, dass eine Ikone mit seinem Abbild früher den unteren Teil des Turmes zierte. Das Gebäude wurde im Jahre 1491 errichtet und verfügt wie die bereits zuvor erwähnten Wehrtürme über einen Eingang zum Kreml, der jedoch nicht öffentlich zugänglich ist. Seine Architektur sticht hervor, da er im Gegensatz zu allen anderen Kremltürmen mit einer gotischen Spitze versehen ist, die er im Zuge einer erfolgten Neugestaltung im Jahre 1806 erhielt.

Auch dieses Bauwerk litt stark unter den Napoleonischen Truppen, da diese den Turm 1812 sprengten. Trotz des übermäßigen Schadens entschied man sich 1816 den Wehrturm wiederherzustellen. In den Folgejahren wurden seine Tore vor allem von Gläubigen passiert, die das nahegelegene Tschudow-Kloster im Inneren des Kremls besuchen wollten. Bekannt wurde der Turm im Besonderen dadurch, dass die beiden Nationalhelden Kusma Minin und Fürst Dmitri Poscharski am 22. Oktober 1612 durch ihn in den Kreml einzogen, nachdem ihr Volksheer die polnischen Invasoren aus Russland vertrieben hatte. Bis zum Ende des zaristischen Russlands fand daher auch jährlich eine feierliche Kreuzprozession vom Kreml durch den Nikolausturm bis hin zur Kasaner Kathedrale statt, die zum Gedanken an diesen Sieg errichtet worden war.

Während der Ereignisse der Oktoberrevolution nahm der Nikolausturm erneut schweren Schaden, bei dem unter anderem die Nikolaus-Ikone durch Artilleriefeuer herunterfiel. Die Beschädigungen am Turmgemäuer wurden in den 1920-Jahren zwar aufwendig ausgebessert, die Ikone wurde jedoch nicht wieder angebracht. Darüber hinaus riss man in den 1930-Jahren zusätzlich noch die beiden Kapellen ab, die am Nikolausturm zum Andenken an den Sieg von 1812 errichtet wurden. Sie waren dem heiligen Nikolaus sowie dem Großfürsten Alexander Newski geweiht. Außerdem ersetzte man 1937 auch hier die Doppeladler an der Turmspitze durch einen weithin sichtbaren, rubinroten Stern, der fast ausschließlich die Eingangstore des Kremls markiert.

Weitere Links

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